Jörg Eibelshäuser

JÖRG EIBELSHÄUSER, Tokyo Virus
Rheinische Musikschule Kultur Köln 30
11. Mai bis 10. Juni 2005

Presseartikel zur Ausstellung (Kölner Illustrierte Mai 2005)

Das Thema des jungen Malers Jörg Eibelshäuser ist der innere Kampf zwischen Individualität und Anpassung. Er zitiert dafür die aktuelle Bilderwelten der Mangas. Damit positioniert er sich als junger Maler mit einer Bildsprache, die sich im Spannungsverhältnis zwischen Jugendkultur und plakativer Werbesprache befindet. Eibelshäuser bedient sich indes nicht der aufreizenden Farbigkeit der Comics. Grau, Weiß, Schwarz, kalte Blautöne dominieren. In kalte, geometrische Landschaften hinein setzt Eibelhäuser seine Protagonisten. Statt dynamischer Lebenskampf wie in den authentischen Mangas, beschleicht den Betrachter beim Anblick der Öl- oder Acrylbilder nun ein Gefühl der Kälte, der Einsamkeit, der Isolation in einer öden Landschaft.

Jörg Eibelshäuser (24) studierte in Frankfurt an der staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Frankfurt. Auf einer Studienreise durch Japan setzte er sich mit der Tradition der Mangas auseinander. Viele Ausstellungen, zuletzt in Rotterdam, Amsterdam und Kaufbeuren (hier Zusammen mit Mariko Mori und Leiko Ikemura).
Er lebt und arbeitet in Frankfurt.

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