Isabell Krieg

ISABELL KRIEG, "Unvorhersehbar"
Galerie im Bezirksrathaus, Köln-Ehrenfeld
25. Mai bis 22. Juni 2007

Presseartikel zur Ausstellung (PDF, 289 kb)

Das Verhältnis von Isabell Krieg zur Fotografie ist durchaus kritisch. Während sich die zeitgenössische Malerei, wie sie sagt, durchaus von der Wirklichkeit zu lösen wisse, klebe die Fotografie meist an ihr. Die Fotografie werde dadurch mehr oder weniger nur zu einer "ästhetisch interessanten Abbildung". Ziel ihrer Arbeiten sei es, die Wirklichkeit mit fotografischen Mitteln so zu verfremden, dass eigenständige, "unvorhergesehene" Bilder entstehen.
Isabell Krieg hat sich vor allem der Landschafts- und Industriefotografie verschrieben. Zu ihren eindrucksvollsten Arbeiten gehören Aufnahmen von Industrieanlagen zur Abendstunde. Der Betrachter glaubt bei diesen Aufnahmen an Computerverfremdungen. Doch was ihre Kamera aufnahm, ist die Wirklichkeit, oder besser: Eine Wirklichkeit, wie sie mitunter nur Bruchteile von Sekunden währt, eine Wirklichkeit, der man auflauern muss. Dies gelingt ihr mit kleinen Blenden und langen Belichtungszeiten und viel Warterei. Sie nutzt nicht Filter, sondern bestimmte Wetterlagen, um die von ihr erhofften Effekte zu erzielen.

Isabell Krieg wurde 1978 in Solingen geboren. Nach dem Abitur 1998 studierte sie Kunst und Anglistik. 2001 erhielt sie ein Auslandsstipendium für Fotographie in Québéc. Sie fotografierte und schrieb für verschiedene Stadt-Magazine. Seit 2001 zeigte Isabell Krieg ihre Fotoarbeiten in mehreren Einzel- und Gruppenausstellungen. Sie lebt und arbeitet in Köln.

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