Kerstin Nieke
Kerstin Nieke

KERSTIN NIEKE, "Die Zärtlichkeit der 25. Stunde" - Analoge Collagen
Galerie im Bezirksrathaus Ehrenfeld
10. März bis 15. April 2016

Kerstin Niekes künstlerische Wurzeln liegen im Film und in der Fotografie. Sie erzählt poetische Bildermärchen mit einer ihr eigenen Formen- und Farbensprache. Auf den ersten Blick lädt die anziehende Ästhetik, die an barocken Überschwang erinnert, den Betrachter zum näheren Hinsehen ein.
Der scheinbar gefällige erste Eindruck jedoch trügt. Sobald der Betrachter in die Magie ihrer Bildwelt eintaucht, treten aus dem Gesamtbild einzelne Aspekte hervor, die manchmal erschreckend, manchmal erschütternd sind. Wie vom schönen Schein verführt, werden auf diese Weise die hinter der Bildästhetik liegenden Dinge subtil beleuchtet. In ihren 70 x 100 cm großen Collagen fügt die Künstlerin viele einzelne Motive und Motivfragmente analog zusammen, ein bewusster Kommentar zur Digitalisierung unser Zeit. In ihren Werken werden persönliche, gesellschaftlich relevante, tabuisierte Themen wie "Sterben", "Die Mutter-Sohn-Beziehung", "Gewalt und Aggression", aber auch "Liebe und Leidenschaft" märchenhaft interpretiert.
Im besten Sinne des Dadaismus zerstört Kerstin Nieke alte Strukturen, und schafft einen neuen Sinn, ein neues Ganzes ist geboren. Im Bezirksrathaus Ehrenfeld zeigt Kerstin Nieke ihre aktuellen Arbeiten.



Kerstin Nieke geboren 1963 in Köln, studierte Film- und Fernsehwissenschaften, Geschichte, Psychologie und Germanistik, arbeitet seit 1980 für Film und Fernsehen. Seit 2006 zahlreiche Einzel-und Gruppenausstellungen, zuletzt in "100 Jahre Malewitsch - Das schwarze Quadrat" (Galerie Seidel), lebt und arbeitet in Köln.




zurück zum Archiv