Christina Yaghmaei

CHRISTINA YAGHMAEI, "Zarte Typen, herbe Wesen" - Tonbilder
Rheinische Musikschule, Köln-Ehrenfeld
29. Oktober bis 28. November 2008

Christina Yaghmaei ist Keramikerin. Doch ihre künstlerischen Arbeiten sind meilenweit von gängiger Gebrauchskeramik oder dekorativem Beiwerk entfernt. Ihre Objekte sind in Kunstwerke, sowohl technisch, als auch in ihrer Wirkung. Ihre ironischen Menschbilder, als Skulptur und neuerdings auf Keramiktafeln, verstören vielfach. Sie sind Blickfang und Widerhaken zugleich. Es sind exemplarische Charakterstudien, sie sind Karikaturen unserer selbst. Die Studien sind überzeichnet, verfremdet, reduziert. In der Rheinischen Musikschule zeigt die Künstlerin ihre neuen Arbeiten. Auf dünnen Keramikplatten hat sie ihre Wesen, die mitunter die Größe von zwei Metern erreichen, von der Dreidimensionalen auf die ebene Fläche übertragen. Filigran geritzt und mit Pigmentfarben coloriert wirken diese Porträts wie Momentaufnahmen einer ernsten Comicgeschichte zwischen bitterem Sarkasmus und bissiger Ironie, aber auch augenzwinkernder Leichtigkeit.

Geboren ist Christina Yaghmaei 1964 in Braunschweig, studierte in Köln bei den Professoren Wilhelm Koslar und Peter Scubic Bildhauerei und Keramik. 1990 schloss sie als Meisterschülerin ab. Noch im gleichen Jahr gründete sie ihre eigene Werkstatt für Gebrauchs- und künstlerische Keramik. Mit Einzel- und Gruppenausstellungen machte sie sich Christina Yaghmaei einen Namen. Mehrfach wurden ihre Arbeiten ausgezeichnet, so auf der 12. Internationalen Biennale von Vallauris (Frankreich) oder mit dem Stipendium der Jakob Eschweilerstiftung.

Christina Yaghmaei arbeitet in ihrem Atelier und Galerie in Pulheim-Stommeln.

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